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Modernes Wissen über Gott, Evolution und den Sinn des menschlichen Lebens.
Eine Methodologie der spirituellen Vervollkommnung.

 
Das Gleichnis von der Stimme des Herzens
 

Göttliche Gleichnisse/Das Gleichnis von der Stimme des Herzens


Das Gleichnis von
der Stimme des Herzens

Jesus sagte: „Blicke nicht verächtlich
auf diesen Menschen, denn es ist eine große Tat,
das Böse in sich in Gutes zu verwandeln!“

Aus den Erinnerungen
des Apostel Andreas


Es war einmal ein Mann, der war weder reich noch arm. Er unterschied sich nicht wesentlich von anderen Menschen, die um ihn herum lebten. Er war weder jung noch alt…

Und dieser Mann war auch nicht willensstark…

Die Samen der Güte existierten bereits in ihm, aber sie sprossen nicht…

Dieser Mann lebte wie alle um ihn herum… Er wurde von Launen und Lastern beherrscht… Er war von Ängsten und Schwächen gefesselt… Und er fühlte sich nicht wohl. Sein Leben verlief als ein stumpfes Vorbeiziehen von Tagen. Es gab weder Freuden noch Erfolge darin…

Jeden Abend dachte dieser Mann: „Nun, morgen werde ich mich bessern; ich werde meinen Schwächen und Lastern nicht mehr nachgeben!“

Aber „morgen“ kam, und wieder wurde er von Launen und Lastern beherrscht und von Ängsten und Schwächen gefesselt…

… Eines Tages dachte der Mann: „Warum kann ich nicht so leben, wie ich will? Warum handle ich nicht so, wie ich weiß, dass ich handeln sollte? Warum beherrschen mich meine Laster und fesseln mich meine Ängste?“

Er begann nachzudenken und fand keinen Grund, nicht so zu leben, wie er es für richtig hielt, und nicht so zu handeln, wie er es für angemessen hielt.

Und so fragte der Mann Gott: „Mein Vater und Schöpfer! Warum kann ich nicht so leben, wie ich leben will? Warum kann ich nicht so handeln, wie ich denke, dass es richtig ist? Warum bin ich ein Sklave meiner Laster und Launen, meiner Ängste und Schwächen geworden? Was ist der Grund dafür?“

Gott antwortete ihm: „Es gibt keinen Grund dafür! Dir steht frei, so zu handeln, wie du willst!“

Dann sagte der Mann: „Dann rate mir bitte, was ich tun soll, damit meine Laster und Schwächen nicht mein Leben beherrschen.“

Und Gott antwortete: „Jedes Mal, bevor du etwas tust oder sagst, höre auf die Stimme deines spirituellen Herzens und folge dem, was es dir sagt! Dann wirst du deine Schwächen und Ängste kontrollieren und die Laster und Launen loswerden können!“

Und der Mann beschloss, Gottes Rat zu befolgen.

Am nächsten Morgen stand er mit festem Willen auf, sein spirituelles Herz um Rat zu bitten, bevor er etwas tat oder sagte…

Jeden Tag sprach sein alter Vater harte Worte zu ihm, murrte und fluchte. Der Vater sagte oft, sein Sohn wäre ein nutzloser Mensch, und dass die ganze Generation der Menschen falsch lebet. Er zählte auch alle seine Vergehen und Sorgen auf und beschuldigte seinen Sohn für alles.

An diesem Morgen begann der Vater wie immer, seinen Sohn mit beleidigenden Worten zu beschimpfen.

Die bitteren, anklagenden Worte lösten Wut in dem Mann aus … Und er war kurz davor, wie sonst giftige Worte zu seinem Vater zu sagen. Doch er erinnerte sich an Gottes Rat.

Und sein Herz flüsterte ihm zu: „Sprich keine beleidigenden Worte, denn dein Vater liebt dich: Er leidet unter deinen Schwierigkeiten! Du liebst ihn auch! Halte deine zornigen Worte zurück und bitte ihn um Verzeihung!…“

Und als Antwort auf den Fluch seines Vaters verbeugte sich der Mann und sagte: „Vergib mir, Vater!“ Und die Wut verging. Dann umarmte der Mann seinen Vater und ging zur Arbeit.

Der Vater war sehr überrascht… und hörte von da an auf zu fluchen.

… Am Abend kam der Mann nach schwerer Arbeit nach Hause. Er hatte viel Essen gekauft und war in Gedanken schon dabei, diese Köstlichkeiten zu genießen… Er war zur Völlerei geneigt…

Auf dem Heimweg kam er am Haus einer jungen Witwe vorbei, die mit ihren kleinen Kindern zusammenlebte. Diese Frau hatte ihm eine Schuld zu zahlen, konnte aber nicht genug Geld sparen…

Lange wollte er ihr sagen, dass er ihr die Schuld vergeben würde. Und an diesem Tag entschied er sich endlich dafür. Also ging er zum Haus der armen Witwe und sagte ihr, dass er sie von der Schuld befreien würde. Die Witwe verbeugte sich tief vor ihm und dankte ihm. Der Mann wollte gerade gehen, doch sein Herz flüsterte leise: „Gib den Kindern das Essen, das du für dich gekauft hast! Das wird ihnen eine Freude machen!“

Es fiel ihm schwer, diesem Rat des Herzens zu folgen. Doch als er den Kindern die Köstlichkeiten gab und sie freudig zu tanzen begannen, stieg auch in ihm große Freude auf! Er ging mit Leichtigkeit nach Hause, überfüllt von Glück! Und sein Herz sang vor Entzücken!

Nicht jeden Tag konnte dieser Mann die Stimme des Herzens hören, und nicht immer konnte er das erfüllen, was das Herz ihm zuflüsterte. Doch Tag für Tag versuchte er mehr und mehr, so zu leben, wie ihm sein Herz sagte. Und mit jedem Tag beherrschten ihn seine Launen und Laster weniger, und seine Ängste und Schwächen fesselten ihn weniger. Und die Samen der Herzensliebe sprossen in seiner Seele!

… Eines Tages ging der Mann spazieren und sah viele starke und böse Männer, die einen jungen, guten Burschen schlugen. Die Leute, die an ihnen vorbeikamen, eilten schnell weiter, wandten ihre Gesichter ab und gingen beiseite, um nicht selbst geschlagen zu werden.

Und unser Mann war wirklich nicht mutig. Und so wollte auch er vorbeigehen, als wäre es nicht seine Angelegenheit… Doch dieses Mal flüsterte ihm sein Herz nicht zu, es schrie: „Wenn du nicht hilfst, werden sie diesen guten Mann töten! Aber du kannst ihn retten!“

Doch der Mann hatte Angst und konnte seine Angst nicht überwinden… Er konnte weder weitergehen noch helfen…

Und das Herz schrie weiter: „Rette ihn schnell!“

Der Mann begann, nach Gott zu rufen, weil er seine Angst nicht überwinden konnte. Und er rief ihn nicht leise oder innerlich, sondern mit lauter Stimme: „Gott! Bitte, eile herbei! Gott! Eile herbei!“

Die Leute, die vorbeigingen, blieben überrascht stehen. Und auch die, die weit entfernt waren, kamen näher. So rannten Menschen aus allen Richtungen zu dem Schauort, blieben stehen und schauten verwirrt um sich, um zu verstehen, was passiert war und was Gott damit zu tun hatte. Nach kurzer Zeit hatte sich eine so große Menschenmenge versammelt, dass die bösen Männer Angst bekamen, den jungen Mann losließen und schnell verschwanden.

Und der junge Bursche stand vom Boden auf und dankte dem Mann: „Du bist so mutig! Du hast mein Leben gerettet!“

Der Mann ging nach Hause, und das Herz strahlte wie die Sonne in seiner Brust und sagte: „Liebe ist stärker als alle Ängste!“

… Die Zeit verging, und das Leben dieses Mannes wurde freudvoller und leichter.

Einmal, an einem Sonntag, ging der Mann spazieren. Auf seinem Weg traf die Witwe, deren Schuld er vergeben hatte… Sie lächelte ihm zärtlich zu und verbeugte sich tief.

Und der Mann war von ihrem Anblick gefesselt… Er fühlte sich oft von Frauen angezogen, obwohl er seine Lust als eine große Sünde betrachtete.

Der Mann begann, seine Augen abzuwenden, um sie nicht anzusehen. Doch dann erinnerte er sich an das Herz und fragte es nach seinem Rat.

Und das Herz sagte: „Sieh noch einmal hin und entscheide ehrlich, ob du diese Frau magst oder nicht.“

Der Mann sah sie an, und alles in ihm funkelte vor Liebe!

Er antwortete dem Herz: „Für mich gibt keine Bessere als sie! Ich würde ihr alles geben!…“

“Warum sorgst du dich dann? Wenn dein Verlangen darauf beruht, anderen zu geben, statt für dich selbst zu nehmen, ist es keine Lust! Das ist die Liebe, die in dir erwacht ist! Geh und sag dieser Frau, dass du sie liebst!“

Und der Mann folgte dem Ratschlag. Er kam auf sie zu und sagte: „Ich liebe dich! Werde meine Frau!“

Alle Freunde und Nachbarn um ihn herum sagten: „Wie töricht ist dieser Mann! Sein Geschäfte laufen erst langsam an und er könnte leicht eine reiche Braut finden! Aber er nimmt eine Witwe mit kleinen Kindern!… Diese Witwe würde ihn auch ohne Eheversprechen nicht ablehnen…“

Doch der Mann hörte das Lied des Herzens: „Das Glück, das du gibst, bekommst du zurück! Du kannst Glück nicht mit Geld kaufen!“

Die Liebe in seinem Herz leuchtete heller und stärker! Und es verwandelte die Worte und Taten dieses Mannes!

Und bald heiratete der Mann die Witwe. Ihre gegenseitige Herzensliebe begann ihr ganzes Leben zu erleuchten und ihr Haus zu wärmen! Sie erzogen ihre Kinder gemeinsam und diese ehrten ihre Eltern.

Und der Mann dankte Gott: „Mein Vater und Schöpfer! Dein Rat hat mein ganzes Leben verwandelt und hat mir Glück gebracht! Jetzt habe ich meine Laster und Launen besiegt, meine Schwächen und Ängste überwunden!“

Und Gott antwortete ihm: „Wer gelernt hat, die Stimme des spirituellen Herzens zu hören, wird noch mehr vollbringen können! Denn die Stimme des Herzens ist die Stimme der Liebe! Und alles, was aus Liebe geschaffen und getan wird, kommt von Mir! Denn Ich bin LIEBE!


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